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29.06.2014
Adobe Creative Cloud 2014: Alles neu, alles mobil
  Von Photoshop über InDesign bis hin zu Premiere Pro: Exakt ein Jahr nach Einführung der Creative Cloud veröffentlicht Adobe neue Versionen aller 14 Desktop-Anwendungen mit Hunderten neuer Features. Zudem gibt es drei neue Apps für iOS sowie mit Ink und Slide die ersten Hardware-Lösungen von Adobe.  

Adobe Creative Cloud 2014 Major Release
Adobe veröffentlicht mit dem 2014er Release der Creative Cloud neue Versionen für alle 14 Adobe-Desktop-Anwendungen. CC-Abonnenten werden per Update automatisch auf den neuesten Stand gebracht. Zudem bringt Adobe drei brandneue Mobile-Apps für iOS auf den Markt – und erstmals gibt es die passende Hardware gleich dazu. Mit dem elektronischen Stift "Ink" und dem vernetzten Lineal "Slide", die beide an das "Creative Profile" des Users gekoppelt sind und viele sinnvolle Funktionen "greifbar" machen, erscheinen die ersten Hardware-Lösungen aus dem Hause Adobe. Gute Nachricht für Entwickler: Adobe veröffentlicht das Creative SDK (Software Development Kit) als Open-Source-Software. Die Nutzer dürfen sich damit in Zukunft auf zahlreiche neue Anwendungen für die Creative Cloud freuen.

Creative Cloud Mobile: Apps für iOS
Der Markt für mobile Endgeräte explodiert, Adobe reagiert und schickt drei neue iOS-Apps ins Rennen. Adobe Line, Adobe Sketch und Photoshop Mix für das iPad. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Creative Cloud, über die sämtliche Berechnungen abgewickelt werden, und über die das "Creative Profile" des Users auf allen Endgeräten Präsent ist. So werden alle Bilder und Bearbeitungsschritte über sämtliche verwendeten Geräte hinweg synchronisiert. Dabei bleibt die übertragene Datenmenge gering: Gearbeitet wird mit heruntergerechneten Vorschaubildern. Die Änderungen werden anschließend in der Cloud am höherwertigen Original umgesetzt. Adobe verspricht einen völlig neuen, deutlich effizienteren Workflow von Desktop zu Mobile und umgekehrt. "Photoshop Mix" beispielsweise erlaubt die einfache Bearbeitung von Bildern mit zahlreichen vorgefertigten und einigen frei justierbaren Filtern und Effekten, die Ergebnisse werden direkt über die Cloud synchronisiert. Highlight ist die Cut-out-Funktion, eine Art Content-Aware-Fill fürs iPad, mit der sich Bildelemente einfach entfernen lassen. Ebenfalls neu: Lightroom Mobile ist ab sofort auch für das iPhone erhältlich. Wie bei der iPad-Variante gilt auch hier, dass Adobe die Lightroom Mobile App nicht als Standalone-Version verstanden wissen will, sondern als Ergänzung zur Desktop-Variante.

Ink und Slide: Hardware-Premiere
Erstmals bringt Adobe eigene Hardware-Lösungen auf den Markt. Der drucksensitive und an die Cloud angebundene Stift "Ink" und das ebenfalls voll vernetzte Lineal "Slide" für das iPad sollen das echte Stift-und-Papier-Feeling zurückbringen und haben einige nützliche Funktionen an Bord. Beispielsweise lassen sich damit auf dem Tablet einfach gerade Linien zeichnen und exakte Kreise anlegen. Die Geräte verbinden sich über Bluetooth mit dem iPad und rufen direkt persönliche Präferenzen (das "Creative Profile") aus der Cloud ab. "Ink" und "Slide" sind ab sofort für zusammen 199 Dollar auf dem nordamerikanischen Markt erhältlich. Die Veröffentlichung in Europa soll laut Adobe noch 2014 erfolgen – dann vermutlich für relativ teure 199 Euro. Die ab sofort erhältlichen Apps "Line" und "Sketch" bieten angeblich nahezu alle Features, für die Stift und Lineal entwickelt wurden - die Hardware ist für Leute gedacht, die gerne haptisch arbeiten. Android-Geräte bleiben derzeit noch außen vor, sowohl die Apps als auch die Hardware sind lediglich für das iPad erhältlich. Dafür gibt es einen simplen Grund: Laut Adobe ist die Zahl der Creative-Cloud-Nutzer auf Apple-Geräten deutlich höher.

CC 2014: Photoshop Neuerungen
Obwohl es sich laut Adobe um einen Major Release handelt, fallen die Neuerungen für die 14 Adobe-Desktop-Anwendungen auf den ersten Blick nicht sehr umfangreich aus. In erster Line hat Adobe an der Performance geschraubt und den Workflow optimiert. Die für die meisten User wichtigste Anwendung, Photoshop, bekommt eine verbesserte Content-Aware-Fill-Funktion spendiert. Diese erkennt ab sofort Farbunterschiede im retuschierten Bildbereich und passt diese entsprechend an. Zudem hat Adobe zwei neue Blur-Filter integriert. Damit lassen sich mit wenigen Klicks Bewegungsunschärfe und Dynamik simulieren, beispielsweise an Autorädern. Auch am Textwerkzeug hat Adobe geschraubt: Ist eine Textebene ausgewählt, so werden einzelne Font-Types endlich direkt als Vorschau im Dokument angezeigt, sobald der User im Drop-Down-Menü mit der Maus darüberfährt. Zudem gibt es optimierte Fokus-Masken (der scharfe Bildbereich wird automatisch erkannt und ausgewählt) und verbesserte Ebenen-Kompositionen: Aus einzelnen Ebenen lassen sich jetzt einfach einzelne Bilder extrahieren. Eine starke Neuerung hat im Adobe Typekit Einzug gehalten: Beim Öffnen eines Dokuments werden fehlende Fonts jetzt erkannt und auf Wunsch direkt aus dem Internet nachgeladen oder durch eine Alternative ersetzt. Auch am im Januar 2014 eingeführten 3D-Drucker-Support hat Adobe weiter gefeilt, Photoshop unterstützt nun deutlich mehr Modelle.

CC 2014: Premiere Pro Neuerungen
Die Performance von Premiere Pro wurde gegenüber der Vorgängerversion erhöht, die GPU wird jetzt deutlich effektiver ausgelastet. Live-Text-Templates können jetzt einfach integriert werden, Masking und Tracking wurden optimiert, insgesamt verspricht Adobe einen schnelleren Workflow. Dasselbe gilt für After Effects: Masken können jetzt mit Premiere Pro geteilt werden, Kuler (zum einfachen Festhalten, Verwalten und Teilen von Farbkombinationen bzw. Farbschemate) wurde integriert.

CC 2014: InDesign, Illustrator & Co.
In InDesign wurde das Arbeiten mit Tabellen, bislang eher schwerfällig, deutlich verbessert: Einzelne Spalten und Zeilen lassen sich jetzt einfach per Drag&Drop verschieben. Im EPUB-Format stehen mit dem neuen Release auch Fixed-Layouts zur Verfügung. Der Website-Baukasten Muse bietet nun 64-Bit-Support, unterstützt hochauflösende Displays und wurde insgesamt benutzerfreundlicher gestaltet. Layouts können jetzt direkt im Browser editiert werden. In der Creative Cloud stehen kostenlose und kostenpflichtige Updates bereit, mit denen sich Muse den individuellen Vorlieben anpassen lässt. Illustrator bietet Live Shapes, eine neue Vorschau für das Bleistift-Werkzeug und Verbesserungen am Ankerpunkt-Tool. Ebenfalls neu sind CSS-Extraction und die Einbindung neuer Fonts über Typekit. Auch die anderen Desktop-Applikationen, wie Dreamweaver, Flash und Edge Animate, haben neue Features an Bord. Sämtliche Neuerungen im CC-2014er-Release entnehmen Sie den offiziellen Releasenotes auf der Herstellerseite.

CC 2014: Social Features
Insgesamt erscheinen die meisten Neuerungen klein, aber sinnvoll. In der Summe hat sich seit dem Release der Creative Cloud einiges getan. Die meisten Neuerungen hat Adobe den Usern in Form von regelmäßigen kostenlosen Updates zukommen lassen. Bei allen Neuerungen bleibt natürlich auch der "Social"-Aspekt nicht außen vor: Alle Nutzer der Creative Cloud erhalten 20 Gigabyte Online-Speicher und Zugang zur Adobe-Behance-Plattform, über die Arbeiten und das eigene Portfolio im Netz präsentiert werden können. Sämtliche erstellten Inhalte lassen sich außerdem per Mausklick auf den gängigen sozialen Plattformen verteilen.

Fazit: Hunderte von neuen Features für die 14 Desktop-Anwendungen von Adobe, drei neue Mobile-Apps für iOS und mit Ink und Slide erstmals hauseigene Hardware: Adobes 2014er Release entpuppt sich als Majort Update für die Creative Cloud. Mobile rückt weiter in den Vordergrund, der Workflow zwischen Desktop und mobilen Endgeräten wird unter anderem mit dem "Creative Profile" deutlich verbessert. Die Hardware wirkt zunächst wie ein teures Nischenprodukt für Designer, die das Feeling von Stift und Papier vermissen. Ob sich Ink und Slide durchsetzen können - vor allem auch in Europa - muss sich erst noch zeigen.

Obwohl die präsentierten Neuerungen für Photoshop & Co. auf den ersten Blick verhältnismäßig gering ausfallen, ist die schiere Zahl der Änderungen enorm. Zudem darf man nicht vergessen, dass Adobe die Anwendungen seit dem Release der Creative Cloud regelmäßig kostenlos geupdated hat. Insgesamt wirkt der 2014er Release wie ein Schritt in die richtige Richtung: Die Creative Cloud wird erwachsen.

Quelle chip.de

Ansprechpartner: Holger Fröbel

http://www.adobe.com
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