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14.11.2012
Ghent PDF Workgroup stellt nach drei Jahren neue PDF-Spezifikation vor
  Best Practice-Leitlinien und Preflight-Checks für einen verlässlichen PDF/X-4-Workflow  

Die Ghent PDF Workgroup (GWG), eine internationale Gruppe von Interessensverbänden und Zulieferern aus der Grafischen Industrie, hat mit der GWG 2012 Specification eine neue Ausgabe seiner PDF-Spezifikation vorgestellt, die für Anwender, die auf einen verlässlichen PDF/X-4-basierten Workflow umsteigen wollen, ein ganze Reihe an Preflight-Checks und Musterlösungs-Leitlinien bereit hält. Die letzte Spezifikation (Version 4) stammt aus dem Jahr 2009 und basierte noch auf PDF/X-1a.

Die GWG 2012 Specification dient als Orientierungshilfe, welchen Richtlinien eine PDF-Datei heutzutage genügen sollte. Die Druckindustrie habe sich konstant weiterentwickelt, so Sprecher der GWG – entsprechend hätten sich auch Workflow-Praxis und Dateiformat-Probleme verändert. Um diesen Veränderungen gerecht zu werden, bedarf es zahlreicher neuer Leitlinien, die sich mit Funktionalitäten, Maßgaben und Problemen auseinandersetzen, die 2009 noch nicht berücksichtigt wurden, etwa „Live-Transparenz“ in Layout-Software. Während im Fall PDF/X-1a bei der PDF-Erstellung Transparenzen noch flachgerechnet wurden, gibt die Musterlösung für PDF/X-4 heute vor, Transparenz im PDF „live“ zu erhalten - und somit auch über den ganzen Workflow hinweg. RIP-Technologie, die in der Lage ist, solche PDFs zu rendern, führt überhaupt keine Flachrechnungen mehr aus. Aus diesem Grund gehören visuelle Artefakte wie dünne weiße Linien oder Outline-Texte, die man von flachgerechneten Dateien kennt, der Vergangenheit an.

Diese neue Art des PDF-Workflows bringt neue Probleme und Funktionalitäten mit sich, denen man sich widmen muss, beispielsweise was Transparenz und Farbraum betrifft. Deshalb sei es wichtig, Anwendern, die ihre Workflows anpassen wollen, eine Reihe neuer, verlässlicher Preflight-Checks und Musterlösungen-Richtlinien an die Hand zu geben - so die GWG.

Die Preflight-Checks innerhalb der Spezifikation wurden durch speziellen Prüf-Routinen an verschiedene Industrie-Segmente angepasst. So fragte beispielsweise die Zeitungsindustrie bei der GWG ein Prüfroutine für „single image pages“ und verbesserte Prüfroutinen für die Bildauflösung an, um besser mit den vielen eingehenden PDF-Anzeigenseiten umgehen zu können. Weitere Verbesserungen beinhalten die detailliertere Überprüfung auf kleine weiße oder schwarze Objekte, etwa Texte oder Linien, eine ausführliche Überprüfung der Farbdeckung und vieles andere mehr.

Die Spezifikation findet bereits in Produkten von GWG-Mitgliedsunternehmen wie Enfocus, Adobe oder Callas Berücksichtigung, zum Beispiel in den aktuellsten Versionen von Adobe Acrobat XI Pro, Enfocus Pitstop Pro und Pitstop Server, der Callas PDF Toolbox und dem PDF Toolbox Server.

Quelle: print.de

Link zu den GWG 2012 Specs der Ghent Workgroup
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